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Nachhaltig unterwegs
Mit dem ÖPNV durch das Saarland - Teil 2

Mit dem ÖPNV durch das Saarland - Teil 2

Von urbanem Flair zu purer Natur

Mit dem Regionalexpress 3 fährt man im Saarland einmal von Süden nach Norden. Nur 40 Minuten dauert die Fahrt von Saarbrücken nach Türkismühle und unterwegs gibt es viel zu entdecken.

Saarbrücken

Die Fahrt nach Türkismühle startet in der Landeshauptstadt Saarbrücken. Wie könnte man einen Trip besser starten, als mit einem Bummel durch die Stadt? Die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten, wie die barocke Ludwigskirche oder das Saarbrücker Schloss bieten ideale Ausflugsbedingungen. Wer lieber die kulinarische Seite des Saarlandes entdecken möchte, ist in Saarbrücken ebenfalls richtig. Eine tolle Genuss-Tour durch Saarbrücken mit einigen Genuss-Partnern haben wir hier für Euch zusammengestellt. 

Der Hauptbahnhof Saarbrücken liegt direkt in der Innenstadt, so dass alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar sind. Wer unterwegs doch mal kurz die Beine entspannen möchte, kann mit dem Bus oder der Saarbahn einige Meter überbrücken.

Lust, die Sightseeingtour in Saarbrücken noch um ein paar Tage zu verlängern? Dann ist zum Beispiel das Hotel am Triller eine tolle Übernachtungsmöglichkeit. 

Saarbrücker Schloss Grün
© Rouven Christ

Neunkirchen

Der nächste Halt ist Neunkirchen.

Neunkirchen ist auch ein idealer Ausgangspunkt um in den Erlebnisort Landsweiler-Reden zu fahren. Mit der Regionalbahn 73 ist man in nur 4 Minuten vor Ort und kann hier die saarländische Bergbaukultur hautnah erleben. Verschiedene Themenführungen bieten dazu eine gute Gelegenheit oder man spaziert durch den Wassergarten und erfährt welchen Nutzen dieser noch heute für den Bergbau hat. Der perfekte Abschluss des Ausflugs nach Landsweiler-Reden ist ein Besuch im „GONDWANA - Das Praehistorium“, wo man in die atemberaubende Welt der Dinosaurier eintauchen kann.

Erlebnisort Landsweiler Reden

Foto: Fabian Hoppstädter

Mit der Buslinie 207 vom Bahnhof Landsweiler-Reden sind es nur 2 Minuten bis zur Haltestelle Humboldstraße. Der Fußweg beträgt ca. 10 Minuten, ideal um sich die Beine zu vertreten.

Wer noch nicht genug vom Shoppen hat oder wen die Lust bisher noch nicht gepackt hat, kann sich auch noch im Neunkircher Saarpark Center austoben. Das Einkaufszentrum befindet sich nur 900 m vom Hauptbahnhof entfernt. Alternativ fahren auch verschiedene Buslinien zur Haltestelle „Stummdenkmal“.

Ottweiler

Nur einen „Katzensprung“ von Neunkirchen entfernt, genauer gesagt nur 5 Minuten Fahrtzeit, liegt die nächste Station. Das historische Städtchen Ottweiler lockt mit seiner barocken Altstadt und die zahlreichen Gebäude sind Zeugen der Zeit. Bei regelmäßigen Kostümführungen mit der „Hofdame“ oder dem „Oberamtmann“, erfährt man Geschichten und Geheimnisse aus der damaligen Zeit.  Sehenswert ist auch originelle Schulmuseum, das 1000 Jahre Schulgeschichte unterhaltsam und informativ Revue passieren lässt.

Ottweiler Altstadt 2020
© Manuela Meyer

In Wern’s Mühle kann man den Tag gemütlich ausklingen lassen. Als Mitglied der Genuss-Region bietet der Landgasthof inmitten der Natur Gerichte, die fast ausschließlich aus Produkten der Region zubereitet werden. Wer seinen Aufenthalt in der Natur verlängern möchte, kann in Wern’s Mühle auch übernachten.

Mit der Buslinie 759 könnt ihr auf direktem Weg von der Haltestelle Ostertalbahn in Ottweiler (nur 2 Minuten vom Bahnhof entfernt) bis zur Haltestelle Kirche, Fürth fahren. Die Fahrt dauert 15 Minuten und man findet sich in Mitten schöner Natur wieder. Die Wern’s Mühle ist von dort in nur 1 Minute zu Fuß erreichbar.

St. Wendel

Vorletzte Station auf dem Weg nach Türkismühle ist die Kreisstadt St. Wendel. St. Wendel hat sich zum kulturellen Zentrum des nördlichen Saarlandes entwickelt. Bekannte Sportereignisse oder der beliebte Weihnachtsmarkt sind nur ein Bruchteil der zahlreichen Veranstaltungen. Das Stadtbild wird geprägt von der mächtigen Wendelinusbasilika, in der der Heilige Wendelin begraben liegt. Rund um die Basilika laden zahlreiche Bars und Restaurants zum Verweilen ein.

St. Wendel Fruchtmarkt
© Yannik Planta

Hier findet ihr zum Beispiel auch das Angel’s Hotel am Fruchtmarkt. Das Hotel ist Saarland Card Partner, d.h. wenn ihr hier mindestens 2 Tage übernachtet, bekommt ihr die Saarland Card dazu und könnt über 100 Attraktionen kostenlos oder ermäßigt besuchen, inkl. kostenloser Nutzung von Bus & Bahn.

Der Bahnhof St. Wendel liegt nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt.

Wer St. Wendel als Ausgangspunkt für einen Ausflug nutzen möchte, der fährt vom Bahnhof mit der Buslinie R4 nach Tholey (Haltestelle Rathausplatz). Nach nur 20 Minuten Fahrt erreicht man den Ort am Fuße des Schaumbergs und habt die Möglichkeit das älteste Kloster Deutschlands, die Benediktinerabtei St. Mauritius, zu besichtigen. Besonders sehenswert sind die drei Chorfenster, gestaltet von Gerhard Richter. Informationen zu Chorgebeten und Messen gibt es hier. 

Wer den Schaumberg noch erklimmen möchte, fährt mit der Linie 619 von der Haltestelle Am Weiher, Tholey bis zur Haltestelle „Zum Schaumbergturm“ auf den Gipfel des Schaumbergs.

Genießt den restlichen Tag im Biergarten oder steigt auf den Schaumbergturm, der einen faszinierenden 360°-Rundblick über das Saarland bietet. 

Schaumberg
© Eike Dubois

Türkismühle & der Bostalsee

Die letzte Station vor der pfälzischen Grenze ist Türkismühle. Ein kleiner Ort, der aber ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ist. Mit der Buslinie 643 oder der R11 ist man in kurzer Zeit am schönen Bostalsee. Der größte See Südwestdeutschlands lockt mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten wie Surfen, Segeln oder Tretbootfahren im Sommer oder einem Spaziergang auf dem Seerundweg. Zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen laden zu einem Kurzurlaub ein, wie zum Beispiel das Victor’s Seehotel Weingärtner.

Sonnige Aussichten am Bostalsee
Sonnige Aussichten am Bostalsee - © Frank Rauber

Mit der Buslinie R20 geht es von Türkismühle aus ins nächste Abenteuer, in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. An der Haltestelle Ringwall, Otzenhausen steigen wir aus und können direkt mit der Reise in die Zeit der Kelten beginnen. Im Keltenpark ist ein „echtes“ keltisches Dorf entstanden, das so vor 2000 Jahren innerhalb der gewaltigen Festungsanlage auf dem Dollberg gestanden haben könnte. Weiter geht die Zeitreise zum Höhepunkt, dem Keltischen Ringwall, der als das besterhaltene keltische Monument Deutschlands gilt. Die Anlage erreicht heute noch 40 Meter Dicke und 12 Meter Höhe.

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist ein Ort, an dem Natur Natur sein darf. So ist er auch Lebensraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten. Eine ganz besondere Bewohnerin ist die Wildkatze. Rund 100 Exemplare dieses seltenen Wildtieres durchstreifen den Park. Sie ist auch das offizielle Wappentier des Nationalparks.

Am besten lässt sich der Nationalpark auf eigene Faust erkunden. Zahlreiche Wanderwege laden zu ausgedehnten Entdeckungen ein, wie zum Beispiel die Traumschleife Dollbergschleife oder die Traumschleife Hubertusrunde. Denkt aber immer daran auch auf den offiziellen Wegen zu bleiben und z.B. euren Müll wieder mitzunehmen, damit der Nationalpark so schön bleibt, wie er ist.
Also: Wanderschuhe schnüren und ab in den Nationalpark!

Keltischer Ringwall
Keltischer Ringwall von Otzenhausen - © Kevin Ehm

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